im nationalsozialismus gab es viele opfer...
doch wie war das wirklich??
wer waren sie?wo haben sie gewohnt und wen kannten sie...
viele offene fragen...doch diese fragen sollten nicht nur über eine graue masse von opfern gestellt werden...
es waren menschen! einzigartige menschen...jeder für sich...
gunter demnig, ein berliner künstler, der derzeitig in kölln wohnt und arbeitet, wollte jeden dieser menschen einzeln gedenken...seine idee: stolersteine
kleine gedenksteine, auf denen lediglich der name, geburts-und sterbedatum stehen und der ort an dem sie zu tode gekommen sind...er gibt dieser 'grauen masse' ein gesicht...warum sie in der NS-zeit verfolgt wurden, kann jeder selbst überlegen oder auch bei der initiative stolpersteine karlshorst (berlin-lichtenberg)
die biografie erfragen...ihr devise:
SIE WAREN UNSERE NACHBARN
wenn man durch die straßen läuft (in berlin gibt es schon ziemlich viele), erkennt man, wie ekelhaft verlogen es von den leuten war, zu behaupten, dass sie ja nichts gewusst hätten...heutzutage weiß man doch kaum noch, wie schlimm diese zeit war! nur, wenn man sich direkt damit auseinander setzt, merkt man das...ein stolperstein wird nie verlegt, ohne dass die biografiedaten der person bekannt sind...das recharchrieren danach bringt einem der person nahe und man fühlt den verlust, so absurd es auch klingt, da man sie ja nicht gekannt hat...wie konnten die leute nur zulassen, dass ihre freunde, bekannte und nachbarn weggekarrt wurden! man stellt doch fragen, wenn jmd mitten in der nacht mit einem wagen abgeholt wird...vor allem in einer zeit der verfolgung...und die haben ja wohl alle mitbekommen!
gunter demnig selbst sagt, dass jeder buchstabe, den er auf einen stein stanzt, weh tut, aber es sei auch gut, weil da wieder ein teil zurück komme...
wenn man die schrift auf einem stolpertein lesen will, muss man eine kleine verbeugung machen...:)
(sie sind so groß wie pflastersteine, die in den boden eingelassen werden)
ist das eine gute art und weise des gedenkens??
ich arbeite selbst aktiv mit solchen leuten zusammen und muss sagen, dass das nicht nur zum wissen, sondern auch zur lebenserfahrung beiträgt... |