Ich war 17, hab mich musikalisch eher an dem orientiert, was im Radio lief, hatte eine Antipathie gegen die Onkelz entwickelt, dank den damals kursierenden Geschichten von wegen rechts und solchen Müll.
Ich war 17 und hatte gerade die Schule beendet, auf der inoffiziellen Party, am frühen Morgen, alle anderen waren kaputt vom Feiern, geisterte ich übern Platz, angetrunken, etwas müde und traf auf ihn, dessen Name nicht genannt werden darf.
Ich war 17, hab bisher allen möglichen Pop gehört, dachte, nichts könnte mich umstimmen in Bezug auf die ONKELZ, doch man belehrte mich eines Besseren. Er, dessen Name nicht genannt werden darf, sah mich an, ich kannte ihn bis dahin nicht und er sang mir NICHTS IST FÜR DIE EWIGKEIT vor, fragte, ob ichs kenne und ich verneinte.
Ich war 17, hab in seinem Auto mehr von den ONKELZ in mich aufgesogen und ich war infiziert. Noch nie hatte ich solch Worte gehört, ehrlich und direkt, ohne um den heißen BRei zu reden, eben ONKELZ. Wir sassen im Auto, er spielte mir die Lieder vor und es war wie ein Stromschlag, der mit jedem Lied stärker wurde.
Ich war 17, kaufte mir am nächsten Tag das LIVE IN DORTMUND- Album, hab es rauf und runter gehört, hab mitgesungen, gerockt und endlich das gefunden gehabt, was mir fehlte.
Ich war 17, als ich die ONKELZ entdeckte.
Nun bin ich 29, hab einige Texte der Onkelz in meinem Leben wieder entdeckt und ich bereue keinen Tag, an dem ich die Onkelz höre.
ONKELZ sind keine Band, ONKELZ sind beinah eine Religion.
VIVA LOS TIOZ |