Wer erschuf wen ?
Sind wir das Produkt einer existierenden Konstellation fester Werte ?
Oder schafft unser Geist die Welt und das Universum ?
Wenn wir sterben, stirbt dann nicht die Welt für uns ?
Wie greifbar ist uns der Wechsel von Tag und Nacht, wenn wir erblinden ?
Realität ist ein von uns mit Priorität gesalbter Begriff, an den wir uns klammern können, über den wir trauern und uns ärgern, lachen und uns an ihm erfreuen können.
Oft massiv wie Stein und manchmal so instabil, wie ein welkes Herbstblatt im kühlen Zug der zeitlichen Kontinuität.
Ich ging die Straße entlang und sie erschien mir nichtig und nebensächlich, in Anbetracht des Abfindens mit der Beständigkeit ihrer Existenz, so präsent wie der resonante Druck gegen die Sohlen meiner Schuhe und ebenso selbstverständlich.
Ein sanfter, kühler Regen fiel und das Licht entglitt der Szenerie, wie auch die Menschen, die Schutz suchten, unfähig des stillen Betrachtens der bewunderswerten Wandlung des Ganzen durch einige geringe Details.
Doch ich atmete tief ein, die Luft schiener reiner, leichter zu sein, als noch vor einem Moment.
Tropfen kalten Wasser rannen gemächlich zu Boden, als ihre vermehrte Masse Opfer der Schwerkraft wurde, ein Großteil aber verfolgte seinen Weg ununterbrochen von der Höhe zur Tiefe, mit geradliniger Eleganz, erhaben dem Fakt, dass er am Boden zerschellen und zum Ganzen zurückkehren musste.
Ein Augenblick, nicht einmal die Zeit, welche es benötigt, sich einmal um sich selbst zu drehen.
Und doch die Straße hatte sich verändert, der Regen wusch die Igonaranz beiseite und der Wind blies den Überschuss hinfort.
War die Straße noch diesselbe, die sie vor einem Moment war ?
War ich noch derselbe Mensch, in dessen Betrachtung sich unlängst noch Verdruss und das negativierte Dasein einer Notwendigkeit widerspiegelte ?
Der Kontext ist fiktiv, die Anschauung real.
Wir können von keiner Führung durch eine der beiden Konstanten ausgehen.
Vielmehr sollte uns das Wechselspiel und die ständige Veränderung bewusst sein.
|