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Was willst Du ?
von SKoiN_MBsupport
Nur mal so inner nachdenklichen Phase entstanden... Du liebst den Exzess, zuviel von allem muss es sein, damit du dich wohl fühlst. Zuviel, das ist wichtig. Du zerstörst deinen Körper, innerlich und äußerlich. Deine Haut ist von Narben gezeichnet, jede einzelne erzählt eine eigene Geschichte. Du weißt nicht warum du all das tust. Alles was du weißt, du willst es wieder tun. Auf eine andere oder auf eine bewährte Art. Jedes Mal, wenn du etwas gegen deinen Körper unternimmst, spürst du Schmerzen. Diese Schmerzen lassen dich aufleben. Du spürst durch den Schmerz, wie du lebst. Du trinkst zuviel Alkohol, du rauchst, du tust Dinge, die dir Schmerzen bereiten. Das ist dein Weg, dir klar zu machen, das du noch lebst. Du pulst deine verschorften Narben auf, um zu spüren,dass du auch an dieser Stelle noch lebst. Der beste Schmerz ist der, der von einer kleinen Stelle ausgeht und den ganzen Körper durchzieht. Wenn du diesen Schmerz im Alltag spürst, weißt du: Andere würden hier aufhören, aber du nicht. Du machst weiter, willst wissen, was danach kommt. Was kommt nach dem Schmerz? Die Ohnmacht? Mehr Schmerz? Du willst es wissen. Nicht von anderen hören, oder lesen. Nein. Du willst es selbst erfahren, am eigenen Körper. Alkohol und Nikotin zerstören deinen Körper von innen heraus. Das weißt du. Aber du willst außerdem wissen, wie weit du es treiben kannst, wo die Grenze ist. Ist es das? Willst du Grenzen erforschen? Du bist dir nicht sicher. Deine eigenen Grenzen kennst du. Oder doch nicht? Du hast sie schon einige Male erreicht, auf vielen verschiedenen Wegen. Oder war das doch noch nicht die Grenze? Geht es vielleicht noch weiter? Kannst du mehr aushalten? Dadurch könntest du mehr leisten. Ist es vielleicht doch das was du willst? Mehr leisten? Du vergiftest und zerstörst nicht nur deinen Körper. Nein. Du vergiftest deinen Geist. Durch brutale Filme und fast perverse, psychopatische Gedanken und Phantasien. Tust du das wirklich? Ist das nicht deine Art von geistiger Reinigung? Ein Ritual, das dir hilft den Weg zu dir selbst zu finden? Willst du, durch das alles, zu dir selbst finden? Was willst du eigentlich? Diese Frage steht für dich und alles dreht sich darum. Tust du all diese Dinge gegen oder für dich? Du kennst diese Bilder, von psychisch Kranken Menschen, die sich selbst Wunden zufügen, sich selbst verstümmeln. So bist du nicht. Oder doch? Warum handeln diese Menschen so? Haben sie die gleichen Gründe wie du? Vielleicht bist du einfach nur neugierig. Neugierig auf das, was nach all dem kommt. Aber kannst du sicher sein, das noch etwas danach kommt? Andererseits kannst du kaum abschätzen, was als nächstes kommt. Glaubst du an etwas? Klammerst du dich daran, nur um einen Halt, eine Stütze für dein Verhalten zu haben? Du weißt, das du ohne diesen besonderen Überfluss nicht leben kannst. Oder glaubst du das nur? Du nennst diesen Exzess ?das Leben in vollen Zügen genießen, alles mitnehmen was geht?. Ist es das wirklich? Du genießt es an deine Grenzen zu gehen, dich selbst zu überwinden, den Schmerz dabei. Jede Zigarette spürst du tief in deiner Lunge, dieses angenehm kratzende Gefühl, das dich töten wird. Dein persönlicher Lieblingsschmerz ist der, den du bei extremen Körperlichen Belastungen spürst, der jeden Muskel, jedes Gelenk, einfach jeden kleinsten Teil deines Körpers erfasst. Du treibst es dann immer weiter. Aber bis zum totalen Zusammenbruch schaffst du es nicht. Der Schmerz lässt nach. Ist es das was in dir dieses gewisse Etwas auslöst? Das erleichternde Gefühl dieses nachlassenden Schmerzes? Bist du süchtig nach dem Schmerz, oder nach diesem Gefühl, wenn er nachlässt? Ist es eventuell noch etwas ganz anderes? Für dich steht fest: Der Schmerz zeigt dir, dass du lebst. Aber was willst du wirklich?

Alle Anregungen zu diesem Beitrag bitte an den verfassenden User SKoiN_MBsupport schicken.
Der Beitrag wurde am 29.06.2006 geschrieben und bisher 2093x gelesen.

Dieser Beitrag wurde von Marco und freigeschaltet.

Kommentar von einfach_steffi zu diesem Userartikel am 26.10.2006 18:14
das problem ist einfach man will nicht aufhören damit. man denkt sich, jetzt noch nicht. sicher manches schockiert einen aber nur für kurze zeit. man ist noch jung. teilweise zu jung doch wenn nicht jetzt wann dann? was mich beschäftigt ist, wenn ich später mal zur vernunft gekommen bin familie hab und glücklich kommt dann die rechnung von der jugend? der tod? und dann lässt man eine familie zurück die man noch nicht aufgeben will.


Kommentar von Dani1990S zu diesem Userartikel am 20.07.2006 20:31
Naja, ich kenne dieses Gefühl, sehr gut sogar.....heute würde ich es als krank bezeichnen doch damals war es auch meine realität. das mit dem sport.....übertreibs nicht das gehört genauso zur selbstverletzung wie ritzen. was den alkohol angeht. ich weiß nicht wie alt du bist.....aber wenn du trinkst, solltest du deine grenzen kennen oder zumindest nicht abschätzen können denn sonst bist du nicht reif genug für diese droge. das nikotin....gottchen ja das ist so ne sache....weniger rauchen wenns geht.....mach deinen körper nicht kaputt...andere von denen er kaputt ist wünschen sich einen gesunden weil sie krank sind. du machst ihn freiwillig hin. vielleicht kommt auch dir mal die erkenntnis das das was du machst zu nichts führt denn früher oder später wirst du dich in einer sackgasse wiederfinden! greetz dani alles gute!


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