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Onkelz Bandgeschichte 1981-1998 von Checkidie | Bandgeschichte
Hier entsteht die Seite "Böhse Onkelz-Bandgeschichte".Hier kannst Du dir einen Eindruck
vom Werdegang der Onkelz machen, der vor mehr als 20 Jahren begann. Wenn Du dir ein
umfassendes Bild von der Band und dessen Geschichte machen willst, empfehlen wir Dir die
offizielle Biographie "Danke für nichts" von Edmund Hartsch.
Die Böhsen Onkelz sind: Der Bandleader, Bassist und Textschreiber Stephan Weidner, der
Sänger Kevin Russell, Gitarrist Matthias "Gonzo" Röhr und Schlagzeuger Peter "Pe"
Schorowsky.
Sie hatten alle eine sehr schwere Kindheit, so hat z.B. Stephan schon mit 10 Jahren
regelmäßig im Sachsenhausener Park in Frankfurt Drogen genommen und war oftmals in
Schlägereien verwickelt.
Pe, Stephan und Kevin haben sich 1979 in der Schule kennengelernt. Sie waren in dieser
Zeit Frankfurter Punks. Ihnen gefiel es, anders zu sein und durch ihr Auftreten zu
provozieren. Sie haben ihre kleidung monate lang nicht gewaschen, ließen ihre Haare wachsen
und hatten ein entsprechendes Benehmen. In Stephans Keller haben sie oft den ganzen tag
verbracht und kamen auf die dümmsten Ideen. Sie hörten Punk-Musik, rauchten, betranken sich
und hatten einfach nur Spaß. Jedes Mal, wenn Stephans Vater nach Frankfurter in Puff musste
ging die Party los.
Dort kam ihnen im Winter 1980 auch die Idee selbst eine Punkband zu gründen. Dass
keiner ein Instrument spielen konnte, war ihnen egal. Sie trafen sich bei Stephan,
trommelten auf Töpfen rum und produzierten, was Außenstehende einfach nur als "Lärm"
empfanden. Als sie, wie so oft durch die Straßen gingen um Leute zu provozieren, begegneten
sie spielenden Kindern, die sie auf Grund ihres Äußeren als "Böse Onkels" rausdeuteten. Sie
wussten direkt, dass dies der perfekte Band-Name ist. Als Zeichen dafür, dass man anders
war und die Gesellschaft ihnen egal war, schrieben sie den Namen in einer falschen
Rechtschreibweise, die sich im Laufe der Jahre noch ein bißchen geändert hat bis man bei
"Böhse Onkelz" blieb, wie sie heute noch geschrieben werden.
Ihren ersten Live-Auftritt hatten sie 1981 im Jugendzentrum in Frankfurt-Bockenheim,
welcher jedoch ein Flop war, da sie keine guten Lieder hatten und vor Allem ihre
Instrumente nicht beherrschten.
Einige Tage nach dem Auftritt trafen sie Gonzo an einer Bahn-Haltestelle. Er kam mit
einem Freund immer nach Frankfurt um andere Punks zu treffen. Er konnte schon ziemlich gut
Gitarre spielen und hatte in einer Punk-Band namens "Antikörper" bereits Erfahrungen
gesammelt. Als es dann soweit kam, dass die Onkelz einen weiteren Live-Auftritt, ebenfalls
im JUZ-Bockenheim, hatten, fragten sie Gonzo, der mit Antikörper ebenfalls an diesem Tag
dort spielte, ob er nicht in die Band einsteigen wolle. Er war anfangs etwas skeptisch, da
er mit den Onkelz keine Perspektive sah, da keiner von den Jungs mit seinem Instrument was
zu Stande brachte. Allerdings bedurfte es nicht mehr viel Überredungskunst bis er dabei
war, da man schnell merkte, dass man auf einer Wellenlänge schwebte. Somit wurde Gonzo das
vierte Mitglied der Band.
Nachdem Gonzo nun der vierte Mann im Bunde war traf man sich öfters zum Üben, bis sich
herrauskristallisiert hatte, wer welchen Part übernimmt. Letztendlich kam man zu dem
Entschluss, dass Stephan Bass spielt, Kevin singt, Pe Schlagzeug spielt und Gonzo natürlich
weiterhin Gitarre spielt. Er brachte mit seinen, für die anderen Bandmitglieder
überwältigenden Gitarren-Solos schnell eine klare Linie in die Musik der Onkelz. Sie
spielten u.A. Songs gegen Hippies und Religion und wollten mit Songs wie "Ich lieb mich"
bekräftigen, dass sie die Geilsten sind. Man wollte einfach nur provozieren. Aus diesem
Gedanken und auf Grund von Schlägereien mit türkischen Jugendlichen ist zu dieser Zeit der
Song "Türken Raus" entstanden, der bis heute noch oft als Hauptgrund für ihre angebliche
Unglaubwürdigkeit genannt wird.
Als im Laufe des Jahres 1982 die Punk-Szene immer kommerzieller wurde und auch viele
Punks ins linke Lager abwanderten, stiegen die Onkelz langsam, aber sicher aus dieser Szene
aus, da man sich u.A. nie vor einen politischen Karren spannen wollte. In diesem Zeitraum
färbte langsam die Skinhead-Szene aus England auf Deutschland ab, die sich Ende der
sechziger Jahre in London entwickelte. Damals war sie eng mit der jamaikanischen
Arbeiterbewegung der "Rude-Boys" verknüpft. Die englischen Jugendlichen begeisterten sich
für die Musik der Einwanderer und sie trafen sich gemeinsam zu Ska- und Reggae-Konzerten.
Ihr Markenzeichen waren ihre kurzen Haare, wodurch sie sich "Skinheads" nannten. Ende der
siebziger Jahre boomte die Skinheadbewegung erst richtig, dadurch, dass auch viele Punks in
diesem Zeitraum in diese Szene kamen. Daraus entwickelte sich dann die "Oi!-Bewegung", die
auch schnell in Deutschland ihre Anhänger fand. Politik war uninteressant, dies und viele
andere Punkte waren ausschlaggebend dafür, dass auch die Onkelz zu dieser Zeit in die Szene
einstiegen.
Sie machten sich auch in dieser Szene nach kurzer Zeit einen Namen, wobei dies nicht
besonders schwer war, da auch viele ihrer alten Zuhörer mitwechselten. Sie waren einer der
ersten und besten deutschen Skinhead-Bands. Sie hatten in den Jahren 1982 und 1983 sechs
Live-Auftritte, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellten.
Als es dann endlich soweit war, dass sie 1984 von der Plattenfirma "Rock-O-Rama" das
Angebot bekamen eine eigene LP aufzunehmen, sagten sie natürlich gleich zu. Die LP hieß
"Der nette Mann" und schlug in der Szene ein wie eine Bombe. Die Songs handelten u.A. von
Fußball, Alkohol, Gewalt und Sex. Sie waren somit die erste deutsche Skinhead-Band, die
eine LP aufnahm. Schnell erreichte diese Kult-Status bei ihren Anhängern. Nach dieser
Platte folgten 1985 noch "Böse Menschen, böse Lieder" und die Mini-LP "Mexico". Da in
dieser Zeit ein Teil der Szene immer mehr ins rechte Lager rutschte und rechte
Organisationen auf den Konzerten der Onkelz Flyer verteilten und die Leute damit von ihren
Gedanken überzeugen wollten, stiegen sie auch dort 1985 entgültig aus. Sie kündigten ihren
Plattenvertrag, da sie für die drei LPs insgesamt nur 4000 DM bekamen.
Es wurden in den Jahren 1985 und 1986 noch ein paar Konzerte gegeben, wo u.A. ein
Benefiz-Konzert für ein S.O.S.-Kinderdorf dabei war. In diesem Jahr wurde auch die
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) auf die Band aufmerksam und stellte
ihre erste LP "Der nette Mann" auf den Index. Die Platte wurde wegen gewaltverherrlichendem
und pornographischem Inhalt indiziert. Es wurde ein Indizierungsbericht veröffentlicht, der
durch viele Rechtschreibfehler und schlechte Argumente auf sich aufmerksam machte.
Nach dem Ausstieg aus der Skinhead-Szene ließen sie sich wieder ihre Haare wachsen, da
man sich komplett distanzieren wollte. Sie bekamen einen Plattenvertrag bei "Metal
Enterprises" und es zog sie in Richtung Hard Rock und Heavy Metal. Ihre erste Platte bei
der neuen Plattenfirma hieß "Onkelz wie wir..." und kam 1987 heraus. Durch ihren steigenden
Bekanntheitsgrad wurden die ersten Fachzeitschriften auf sie aufmerksam und
veröffentlichten Berichte, in denen sie als Nazis abgestempelt wurden, da sie aus der
Skinhead-Szene kamen und zu dieser Zeit schon viele Skinheads rechts waren. Daran merkte
man, dass auch diese Platte falsch verstanden wurde, da mit "Erinnerungen" eine klare
Absage an alte Zeiten in der Tracklist war.
Im Herbst 1988 kam dann das zweite Album für Metal Enprises heraus, es hieß
"Kneipenterroristen" und inhaltlich handelte es wieder von Schlägereien und Alkohol, sowie
um die ersten Erfahrungen mit harten Drogen. Die Musik und die Texte spiegelte die Stimmung
innerhalb und um wie Band wider. Ingo Nowotny von Metal Enterprises veröffentlichte im
Sommer 1989 das Album "Lügenmarsch" als Picturedisc. Sie sollte die Zeit bis zum neuen
Album überbrücken, da die Band ein neues Album erst für 1990 vorgesehen hatte. Das hatte
die Folge, dass sich auf "Lügenmarsch" nur zwei neue Songs befanden.
Nun begann eine harte Zeit. Einerseits wurden sie von der Presse und den Medien in die
rechte Ecke gestellt, hatten deswegen auch Probleme Konzerte zu geben, andererseits verlor
Kevin seinen Job und hatte schwere Drogenprobleme, die sich durch den Tod des besten
Freundes der Band, Trimmi, der in Kevins Armen verblutete, verschlimmerten.
Kurz darauf erschien das Album "Es ist soweit". Es sollte mit Abstand das Düsterste
werden, was die Onkelz je geschrieben haben. Trimmis Tod und Kevins Drogenprobleme hatten
einen großen Einfluss auf dieses Album. Jeder der das Album hörte, sollte mitleiden. Songs
die näher an der Wahrheit waren, als nichts anderes.
Anschließend wechselten sie zu der Plattenfirma "Bellaphon", da man von Metal
Enterprises ebenfalls um viel Geld betrogen wurde. Das erste Album bei der neuen
Plattenfirma erschien 1991 und heisst "Wir ham noch lange nicht genug". Es war ein weiteres
Album, das die Stimmung und das Geschehen innnerhalb der Band und um die Band
widerspiegelte. Kurz darauf folgte ihr erstes Live-Album "Live in Vienna" mit einem
dazugehörigen Live-Video, das innerhalb kürzester Zeit zum zweitmeistverkauften deutschen
Rockvideo aufstieg.
Obwohl die Band weiterhin von vielen Läden, Radiosendern und vom Fernsehen wegen ihrer
angeblich rechtslastigen Vergangenheit zum größten Teil boykottiert wurde stieg der Erfolg.
Das neue Album, das 1992 erschien und "Heilige Lieder" heisst, stieg bis auf den 5. Platz
der deutschen Charts. Das Konzept der Platte sowie alle Texte hatte Stephan während seines
Urlaubs in Mexico geschrieben. Fast zeitgleich erschien noch eine Maxi-CD zum Album namens
"Ich bin in Dir".
Als die Vorwürfe der Presse immer heftiger wurden trat Stephan in diversen TV-Shows
auf, mit der Absicht endgültig Klarheit zu schaffen, was ihm jedoch nicht wirklich gelang.
Das nächste Album überraschte in Form eines Doppel-Albums. Die Alben heissen "Schwarz" und
"Weiss" und deren Cover-Gestaltung wurde dem Name angepasst. Sie zählen textlich zu den
reifsten Werken und mit dem Song "Deutschland im Herbst" wurde ein klares Statement im
Bezug auf Rechtsradikalismus gesetzt. Im selben Jahr wurde noch ein eigener Fanclub, der
B.O.S.C., gegründet, so dass die Fans die Infos aus erster Hand bekommen und sich nicht auf
die Presse verlassen müssen.
Der Vertrag mit Bellaphon lief 1994 aus, jedoch mussten sie noch ein Best-Of Album
namens "Gehasst, verdammt, vergöttert" veröffentlichen. Der Vertrag wurde nicht verlängert,
was die Folge hatte, dass sie zum Majorlabel "Virgin" wechselten. Das erste Album bei
Virgin "Hier sind die Onkelz" erschien 1995 und schaffte es trotz Boykott und ohne Werbung
bis auf Platz 4 der Charts. Kevins jahrelange Heroin-Sucht schien nun endlich endgültig
besiegt zu sein.
Weit über vierhunderttausend mal verkaufte sich die zweite Platte bei Virgin namens
"E.I.N.S." bis heute. Sie erschien 1996 und kletterte bis auf Platz 3 der deutschen Charts
und das ein weiteres Mal trotz des Boykotts von Radiostationen und Plattenläden. Die
dazugehörige Tour war ein voller Erfolg und sie nutzen das Konzert in Dortmund um ihr
zweites Live-Album inklusive Live-Video namens "Live in Dortmund" zu produzieren, was 1997
erschien.
Nach einer kleinen Pause meldeten sich die Onkelz 1998 mit "Viva los tioz", was
übersetzt "Es leben die Onkelz" heisst, zurück. Bei diesem Album wurde verstärkt mit
Computertechnik gearbeitet. Die Platte kam bereits mit Goldstatus in die Läden und stieg
von 0 auf Platz 1 in den deutschen Charts ein. Die dazugehörige Single namens "Terpentin"
schaffte es auch weit nach oben und zwar auf Platz 2.
Zwischen 1998 und 2000 gaben sie noch einige Konzerte bis es dann endlich soweit war,
dass "Dunkler Ort", die Maxi-CD, die den ersten professionellen Videoclip als
Multimedia-Track enthält, erschien. Die Maxi-CD schaffte es bis auf Platz 2 der deutschen
Charts und das Album "Ein böses Märchen", welches kurz darauf erschien stieg sogar von 0
auf Platz 1 in die Charts ein. Die darauffolgende Tour war bereits 1999 fast ausverkauft
und war wieder mal ein Riesenerfolg.
Für das Jahresende waren noch zwei Konzerte angesetzt, das 20 Jahre Jubiläumskonzert
und ein Benefizkonzert für die Opfer rechter Gewalt, die leider auf März 2001 verschoben
werden mussten, da Kevin mitte November einen schweren Autounfall hatte und schon mit dem
Tod geliebäugelt hat. Er hatte schwere Verletzungen und jeder war froh, dass er noch lebt
und die vorerst abgesagten Konzerte wurden erstmal zur Nebensache.
Am 3. März 2001 fand dann endlich das 20 Jahre Jubiläumskonzert in der Frankfurter
Festhalle statt. Die Onkelz spielten Songs von jedem ihrer Alben und wechselten
zwischenzeitig sogar die Bühne. Das Konzert wurde von vielen Kameras aufgenommen, so dass
es der Nachwelt auf DVD erhalten bleibt. In den darauffolgenden Tagen erschien die 20 Jahre
Best-Of "Gestern war heute noch morgen", die aus 3 CDs besteht, Songs aus 20 Jahren
Band-Geschichte und einige Neuaufnahmen enthält. Fast zeitgleich erschien der "Tourfilm
2000" als DVD und VHS, der Aufnahmen von der Tour 2000 und viele Interviews enthält.
Im Sommer gaben sie noch drei Open Air Konzerte vor atemberaubenden Kulissen. Am 22.
Oktober wurde dann "20 Jahre - Live in Dortmund - Die DVD" veröffentlicht, welche das im
März stattgefundene Jubiläumskonzert beinhaltet. Bestechende Bild-Qualität und super Sound
zeichnen dieses Meisterwerk aus. Am 27.10. fand noch eine B.O.S.C. Party in Frankfurt
statt, bei der die Onkelz erstmals auf einer Zentralbühne spielten.
Anfang des Jahres 2002 erschien auf der offiziellen Band-Homepage ein Cover mit dem
Schriftzug "Keine Amnestie für MTV". Allen war klar, dass die nächste Single einen Song
gegen MTV beinhalten wird, weil MTV im vorigen Jahr ein "MTV Masters" über die Band
ausgestrahlt hatte, welches nicht ganz den Vorstellungen der Onkelz entsprach. Der Titel
stieß gleich auf Begeisterung bei den Fans und nachdem die Single am 18.2. dann erschien,
landete sie gleich auf 2 der deutschen Charts. Im Rahmen der Single-Veröffentlichung gab es
noch eine "Guerilla-Aktion" gegen MTV, bei der ca. 150 kaputte Fernseher auf den Münchener
Marienplatz gekippt wurden. Das dazugehörige Album erschien am 15. April und heisst
"Dopamin". "Dopamin" ist ein Botenstoff, der wesentlich zum Wohlbefinden beiträgt und
euphorische Glücksgefühle im menschlichen Gehirn auslöst.
1980
Bandgründung
November 1980 in dem Keller eines Reihenhauses in Hösbach bei Aschaffenburg. Die
Gründungsmitglieder sind Stephan Weidner damals 17 Jahre alt, Kevin Russell, damals 16
Jahre alt und Peter Schorowsky, damals 17 Jahre alt. Inspiriert durch Punkbands wie die Sex
Pistols, The Ramones, The Clash, The Stranglers und Sham 69, erscheint es den drei
Jugendlichen als eine logische Konsequenz, ebenfalls eine Punkband zu gründen. Den Namen
geben ihnen mehrere Kinder, die im Winter 80/81 die grünbehaarten Jugendlichen im
ländlichen Hösbach als "böse Onkels" bezeichnen. Der Name bleibt hängen und sollte auch
später nicht mehr geändert werden. Die Familienhintergründe sind bieder bis asozial.
1981
Türken raus
Entgegen vieler Behauptungen, die Böhsen Onkelz hätten ihren Skandalsong "Türken raus",
der ihnen bis heute angelastet wird, als Skinheadband geschrieben, muß hier darauf
hingewiesen werden, daß "Türken raus" einer der ersten Songs im Repertoire gewesen ist
und auf die Zusammenstöße zwischen den Jugendlichen verschiedener Kulturen in den
Frankfurter Vororten zurückzuführen ist. Daß die Böhsen Onkelz in den nächsten 5 Jahren
eine ausländerfeindliche Haltung anehmen, ist dagegen unbestritten und soll hier nicht
unerwähnt bleiben.
Die ersten Auftritte
1980 steigen die Böhsen Onkelz während vieler Wochenendfahrten nach Frankfurt in die
dortige Punkszene ein und machen sich schnell einen Namen als asoziale, authentische
Punkband. Zusätzlich muß erwähnt werden, daß gerade in Frankfurt, aufgrund der
"Startbahn-West-Krawalle" und der blühenden Punkbewegung eine allgemein agressive Stimmung
herrscht. Die "Hippies" und die "Alt 68er" gelten den Punks als Feindbild Nr.1. Diese
Frankfurter Punkbewegung konzentriert ihre Aktivitäten auf mehrere Orte, die Hauptwache und
den Goetheplatz in der Innenstadt, den Flohmarkt am Eisernen Steg, die "Batschkapp"(ein
alternativer Veranstaltungsort, wo viele Punkkonzerte stattfinden) und das Jugendzentrum
Bockenheim.
20.02.81 erster dokumentierter Auftritt im Juz Bockenheim mit Incapables, Mutation und
Kreppelkaffee.
08.05.81 zweiter dokumentierter Auftritt im Juz Bockenheim mit Boopy Traps, Middle
Class Fantasies und Antikörper.
Von diesen beiden ersten Gigs gibt es leider kein Foto- oder Audiomaterial. Erwähnung
finden die Böhsen Onkelz während dieses frühen Stadiums lediglich in lokalen Fanzines und
Undergroundpublikationen.
Matthias "Gonzo" Röhr
Der Gitarrist der Frankfurter Punkband "Antikörper" heißt Matthias "Gonzo" Röhr, zu
diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt. Gonzo spielt seit 6 Jahren Gitarre und wird von den Böhsen
Onkelz abgeworben. Bereits einen Monat später tritt er den Böhsen Onkelz bei und
komplettiert das Line Up der Band. Matthias Röhr ist der älteste von vier Brüdern und die
Familie Röhr wechselt häufig den Wohnort im Raum Frankfurt. Die Mutter ist Hausfrau, der
Vater, der zunächst ein Lebensmittelgeschäft betreibt, übernimmt 1965 einen Kiosk in
Frankfurt Bockenheim und 1974 eine Wirtschaft, wo später auch die Mutter ganztags arbeitet.
Der Familienhintergrund der Röhrs ist bieder-katholisch-streng. Matthias Röhr beginnt
bereits mit zwölf Jahren Gitarre zu spielen und orientiert sich in seiner Jugend an Blues-
und Soulgitarristen, bis ihn der Punkrock erwischt und auch er ab 1980 in die Frankfurter
Punkszene einsteigt. Sein Spitzname "Gonzo" geht auf seine glühende Verehrung für den
amerikanischen Gitarristen Ted Nugent und dessen Live Album "Double life Gonzo" Ende der
siebziger Jahre zurück. Bis er in die Frankfurter Punkszene einsteigt hat er zuvor in
mindestens 5 anderen Bands gespielt. Zunächst spielt "Gonzo" bei den Böhsen Onkelz Bass,
Stephan Weidner die Gitarre, Kevin Russell übernimmt den Gesang und Peter Schorowsky das
Schlagzeug.
Noch mehr Punk
Während der ersten zwei Jahre spielen die Böhsen Onkelz 4 Gigs im Juz Bockenheim. Ihr
Repertoire beinhaltet neben "Türken raus" noch einige typische Punksongs, "Bullenschwein",
"Hinein in das schäumende Bier", "Schöner Tag", "Deutsche Welle", "Bruno Baumann" und
andere. Gonzo bringt als erster eine gewisse, rudimentäre Professionalität in die Band, in
dem er die Songs durch sein Können erheblich aufwertet. Aus dem anfänglichen Gegröhle
werden nun richtige Punksongs, die vom meist jungen Publikum auch so verstanden und
aufgenommen werden.
Der Punk, als solcher findet zwar in den einschlägigen Musikzeitschriften seine
Erwähnung, aber der Focus der Berichterstattung liegt ausschließlich auf den "großen" und
"bekannten" Bands, die zumeist aus England kommen. Gleichzeitig wird in Deutschland die
"neue deutsche Welle" etabliert. Weniger aggressives Songmaterial mit deutschen Texten, das
in seiner Beliebigkeit und seiner "Softheit" dem Punk das Wasser abgräbt. Während NDW-Bands
wie Fehlfarben, DAF oder Ideal das Rampenlicht auf sich ziehen, haben es die authentischen
Punkbands wie Slime, Abwärts, die Böhsen Onkelz oder ZK schwer. Ihre Popularität ist
begrenzt und beschränkt sich auf ihren Herkunftsort. Die Fans rekrutieren sich
ausschließlich aus der lokalen Punkszene. Nur mühsam erspielen sich diese Bands einen
größeren Hörerkreis, der sich auf das gesamte Westdeutschland erstreckt. Hilfreich hierbei
sind lokale "Fanzines", kleine, zusammengebastelte Heftchen, die die "Szene" mit all ihren
Konzerten, Skandalen und Ausschreitungen beschreiben. Jede größere westdeutsche Stadt mit
einer Punkbewegung, hat auch mindestens ein Fanzine. In Frankfurt gibt es zu Beginn der
achtziger Jahre 3-4 verschiedene Fanzines, von denen "Primitiefes Leben" von Patrik Orth
das bedeutendste ist. Die Böhsen Onkelz sind gegen 81/82 ein wesentlicher Bestandteil der
Frankfurter Punkbewegung, ihre sporadischen Konzerte und Auftritte jedoch, finden
ausschließlich in "Primitiefes Leben" Erwähnung.
"Fanzines" die frühen Medien
...aus "Primitiefes Leben" Nr. 2, Fanzine von Patrick Orth, Frankfurt, Juli 81
"Es kam dann noch zu nem Zwischenfall. An diesem Abend war auch Kaiser wieder anwesend.
Er spazierte vor die Bühne, als grade BÖSE ONKELS spielten und der Gitarrist von B.O.
schnappte sich das Mikro und sang hinein "Nazis ins KZ, das wär so furchtbar nett" oder so
ähnlich."
(Zur Erklärung muß hier angeführt werden, daß "Kaiser" ein stadtbekannter Faschoskin
war, der sich gerne auf Punkkonzerten in Frankfurt sehen ließ und von allen Punks gehasst
wurde.)
Punk in Frankfurt
Während bereits die "RocknRoll"- Bewegung der fünfziger und die "Flower Power"-
Bewegung der sechziger von der Presse per se als gefährlich, drogenverseucht,
aufwieglerisch, anachistisch und verurteilenswert dämonisiert wurde, ist es mit der
Punkbewegung Ende der siebziger und anfang der achtziger Jahre nicht anders. Die
Punkbewegung, von England kommend, wird in der Presse, als das "Schlimmste" bezeichnet, was
der Jugend in Deutschland überhaupt passieren kann. Die politische Linke wittert eine
Chance und beginnt massiv die Punkszene zu infiltieren. Althippies und Anarcho-Veteranen
der siebziger Jahre beginnen in der deutschen Punkszene aktiv zu werden, nicht ohne Erfolg.
Die Gesellschaft und die Musikindustrie vermarktet die Neue Deutsche Welle als die
handzahme und weichgespülte Version des Punk in immer groteskeren Varianten. Während die
Musikindustrie im Wochentakt ein neues One-Hit-Wonder unter dem Ettikett "Punk" auf die
ahnungslose Hörerschaft loslässt, wenden sich bundesweit die hartgesottenen und
kampferprobten Punks angewidert ab.
Onkelz in der Batschkapp
Die Böhsen Onkelz bestreiten im Sommer/Herbst zwei Konzerte in der ausverkauften
Batschkapp und werden vom Frankfurter Fanzine "Primitefes Leben" als die Punkband der
Stunde gefeiert. Ebenfalls 1981 veröffentlicht die Band ein erstes "semi-offizielles"
Demotape in schlechter Qualität, auf dem unter anderem auch der Skandalsong "Türken Raus"
zu hören ist. Zu dieser Zeit gilt der Song noch als Lachnummer. Daß es zu dieser Zeit mit
der Ausländerfeindlichkeit noch nicht weit her ist, wird auch dadurch deutlich, daß die
Band am 14.11.1981 im "türkischen Familienzentrum" am Wiesenhüttenplatz in Frankfurt einen
Gig spielt. Das Demotape macht jedoch in einer geringen Stückzahl die Runde und sorgt
dafür, daß die Böhsen Onkelz auch über die Grenzen Frankfurts hinaus, bekannt werden.
Schlägereien mit ausländischen Jugendlichen, mit "Poppern", "Mods" oder "Wavern", kurz mit
allem, was nicht Punk ist, finden täglich statt. Während die "neue deutsche Welle" ihren
Siegeszug antritt und sich über mangelndes Radioairplay nicht beklagen kann, zerfällt die
Punkbwegung zum Jahreswechsel 81/82. Viele Punks lassen sich von der linken Argumentation
vereinnahmen und beginnen sich politisch zu organisieren, andere stehen fassungslos
daneben. Wieder andere steigen ganz aus und werden "normal".
Punk wird lahm
Die Böhsen Onkelz, in ihrer ganzen asozialen Anrüchigkeit und Authentizität schauen mit
einem Auge auf den Haufen Scherben, den die zersplitterte Punkbewegung hinterlassen hat,
mit dem anderen Auge nach England, wo sich ein neuer Trend abzeichnet. Wie immer gelangt
auch diesmal eine neue Bewegung zeitversetzt nach Deutschland. Das Zauberwort heißt "Oi"!
Zum Jahreswechsel 81/82 fahren die Böhsen Onkelz nach Berlin, um beim linken Label
"Aggressive Rockproduktionen" von Karl Walterbach (heute "Noise"-Label) zwei Stücke für den
"Soundtrack zum Untergang" Vol. II einzuspielen. Während dieser Aufnahmen, die mehr als
chaotisch verlaufen, wechseln Gonzo und Stephan die Instrumente. Die endgültige Formation
der Böhsen Onkelz steht und wird bis heute beibehalten. Ebenfalls sind auf dem "Soundtrack
zum Untergang" Vol.II deutsche Underground Punkbands wie "Normahl", "Blitzkrieg", "Neurotic
Arseholes", "Notdurft" und andere vertreten. Seit den späten neunziger Jahren, ist diese
Compilation als CD wieder im Handel erhältlich. Obwohl man die Böhsen Onkelz auf dem
Booklet nicht erwähnt, sind die beiden Songs "Hippies" und "Religion" immer noch auf dieser
Veröffentlichung zu hören. Eine Lizenzabrechnung von Karl Walterbach hat es bis heute nicht
gegeben.
1982
Oi wird härter
In England erfährt die Punkbewegung von Seiten der Medien die gleiche Ignoranz wie in
Deutschland und viele Gruppen und Grüppchen, die als Punkbands angefangen haben, richten
sich nun an der neuen Oi-Bewegung aus. Initiator ist die Band "Cockney Rejects", eine
fußballgegeisterte unpolitische Milieu-Band aus der Londoner Arbeiterklasse, die es sich
zum Markenzeichen macht, ihre Songs auf der Bühne mit einem hastigen "Oi, Oi, Oi" (Cockney
Slang für "Hey") anzuzählen.
"Oi" wird innerhalb kürzester Zeit ein Schlachtruf für eine ganze Generation von
jugendlichen Working-Class-Kids, die kaum der Pubertät entwachsen, sich am Wochenende im
Stadion mit gegnerischen Fans prügeln. Oi bedeutet zunächst, unpolitisch zu sein, schnellen
Punk mit harten Texten zu singen, sich ein wenig "ordentlicher" als die Gossenpunks zu
kleiden und vor nichts und niemandem zurückzuweichen. Neben den Cockney Rejects gibt es
noch eine große Anzahl an Oi Bands, die dem neuen Trend zu einem schnellen Aufstieg
verhelfen. Das alles geschieht auch, jedoch mit ca. eineinhalbjähriger Verspätung, in
Deutschland. Zunächst bietet "Oi" den deutschen Punks, die weder bei der NDW, noch bei den
Anarcho-Punks mitmischen wollen, ein willkommenes Auffangbecken, in dem sie weiterhin ihre
unangepasste Musik machen können, ohne sich politisch vereinahmen zu lassen. Während Bands
wie Slime aus Hamburg den radikalen linken Weg einschlagen, springen die Onkelz zunächst
auf den unpolitischen Oi-Zug auf, der ihnen Gelegenheit genug bietet, ihrem Ärger Luft zu
machen. Songs wie "Religion", "Hippies" und "Oi, Oi, Oi" sollen als Nachweis genügen.
Was in Großbritannien schneller vollzogen wird, findet nun auch in Deutschland statt.
Die radikale Rechte, beginnt den Stolz und auch den latenten Patriotismus der Oi-Szene für
ihre Zwecke zu mißbrauchen. Was in England als eine unpolitische Jugendszene beginnt, die
ihre Wurzeln in der Arbeiterklasse sieht, wird schon bald von der ultrarechten "National
Front" und dem "British Movement" vereinnahmt. Die Bewegung der "Skinheads" die in England
bereits 1969 entstand und der sich die Söhne der Werftarbeiter zugehörig fühlten, war eine
Strömung, die ursprünglich zusammen mit den schwarzen jamaikanischen Einwanderern aus der
"Rude Boy"Bewegung entstanden war. "Ska" und "Skinheadreggae" waren die vorherrschenden
Musikstile der ausgehenden sechziger und beginnenden siebziger gewesen. Mitte der siebziger
war die britische Skinheadszene bereits vollständig von der politischen Rechten vereinnahmt
und restlos ausgebrannt. Erst die Oi-Bewegung zu Beginn der achtziger beschert der
Skinheadbewegung in England einen neuen Schub und dehnt sich auch sehr schnell auf das
europäische Festland aus. Ist die Oi-Bewegung zunächst unpolitisch und orientiert sie sich
zunächst an den ganz und gar unpolitischen Working Class Bands wie "Cockney Rejects",
"Angelic Upstarts", "The Gonads", "Agnostic Front", "The Blitz", "The Business" und "Cock
Sparrer" sowie an den "softeren" Ska-Varianten wie "Madness", "The Specials", "Selecter"
oder "Bad Manners"so kann man auch 1982/83 in Deutschland bereits den Einfluß der rechten
politischen Parteien in diesen Szenen spüren. Der Zusammenhalt der Jugendbewegungen in der
Punk- und in der jungen Skinheadszene, kann dem politischen Druck nicht standhalten und
fällt sehr schnell einer radikalen Trennung zum Opfer.
Nach oben!
1983
Oi ist noch nicht hart genug
1983 beginnen die Böhsen Onkelz von der Oi-Bewegung in die Skinheadszene zu rutschen.
Sowohl Stephan, als auch Gonzo haben sich bereits den Schädel rasiert und Stephan schreibt
die ersten Lieder, die sich explizit mit dem Thema "Skinhead" befassen. Der Ska-Einfluß ist
zwar noch zu spüren, und auch der Bezug zur Arbeiterklasse, aber diese Einstellung wird
aufgrund der politischen Einmischung in die Szene schnell verwässert.
Matrosen und Gelegenheitsjobs
Kevin beginnt 1983 seine Lehre als Schiffsmechaniker in Hamburg, ist bald als Matrose
in Richtung Sibirien unterwegs und steht der Band nur sporadisch zur Verfügung.
Gleichzeitig beginnt er, bedingt durch seine frühen Kindesjahre in Hamburg und durch seine
Wochenendaufenthalte bei seiner Großmutter in der Hansestadt, in die radikale Hamburger
Glatzen-Szene einzutauchen. Der Schritt von dort in die HSV-Fußball-Fan-Bewegung ist nicht
weit.
Stephan, Gonzo,Pe
Stephan hält sich als inzwischen verheirateter Mann mit Gelgenheitsjobs über Wasser,
während Gonzo seinen Wehrdienst bei der Marine in Norddeutschland absolviert und Pe als
Schweißer arbeitet.
Das ominöse Demotape
Ebenfalls 1983 nehmen die Böhsen Onkelz ihr erstes offizielles Demotape auf, das später
nur als das ominöse "Demo" traurige Bekanntheit erreichen soll. Auf diesem Demo befinden
sich eine radikalere Version des alten Punkstückes "Türken raus" und eine veränderte
Version des Oi-Stückes "Oi, Oi, Oi". Ab diesem Zeitpunkt muß man den Böhsen Onkelz eine
Ausländerfeindlichkeit attestieren, die sich in großer Brutalität und Gewalt äußert und in
radikalem Auftreten während ihrer seltenen und sporadischen Gigs. Hatte es 1981 nur 7
dilletantische Auftritte vor einem meist jugendlichen und vollalkoholisierten Punk-Publikum
gegeben und hatte es 1982 nur 4 Auftritte vor einem ebenfalls jugendlichen und ebenfalls
vollalkoholisierten Publikum gegeben, das man der Oi-Punk-Bewegung hätte zurechnen können,
so waren es aufgrund der häufigen Abwesenheit von Kevin und Gonzo 1983 gerade mal 2 Shows,
die man als erste Skinheadkonzerte werten muß. Im Sommer 1983 spielen die Onkelz einen Gig
in einem berliner Bunker, der auch als Proberaum der rechten berliner Skinheadband "Kraft
durch Froide" genutzt wird. Die Onkelz haben sich mit ihrem "Demo" bereits einen Namen in
der Szene gemacht und sind nun ein fester Bestandteil der nach rechts treibenden deutschen
Skinhead Bewegung.
Die beiden Skandal-Songs: "Türken raus" und "Deutschland den Deutschen"
Während dieses Gigs in Berlin 83 spielen sie zum letzen Mal den Song "Türken raus" und
zum einzigen Mal den Song "Oi, Oi, Oi" der nun in "Deutschland den Deutschen" umbenannt
wird und auch in dieser Version auf dem "Demo" zu hören ist. Die Zeile "Oi, Oi, Oi" wird in
die Zeile "Deutschland den Deutschen" (eine Wahlkampfparole der NPD von 1980) abgeändert.
Dort, wo es in der Oi-Version noch "Punks und Skins im Zusammenhalt gegen Euch und Eure
Staatsgewalt" hieß, singt man nun "Skinheads im Zusammenhalt gegen Euch und Eure
Kanakenwelt" und "bis jetzt haben immer die Bullen gesiegt" heißt in der neuen
abgeändertenVersion "bis jetzt haben immer die Kanaken gesiegt". Bei diesem Gig sind ca.
80-100 Leute anwesend. Die noch kleine Skinheadszene feiert die Onkelz als ihre Helden und
die rechten Parteien sehen ihre Chance zur gezielten Einmischung.
Kevin als Übersymbol der Skinheadszene
Gerade Kevin tritt in dieser Zeit äußerst gewalttätig auf und versucht seine eigene
Unsicherheit hinter gnadenloser Gewalt und bedingungsloser Provokation zu verstecken. Er
treibt den Alkoholkonsum auf die Spitze und Schlägereien finden täglich statt. Oftmals läßt
er sich von seinen Hamburger Freunden mitreißen und schnell wird aus der anfänglichen nicht
zielgerichteten Gewalt ein glühender Hass gegen alles Fremde.
Man muß hier darauf hinweisen, daß Kevin zu diesem Zeitpunkt ein sehr leicht zu
beeinflussender Mensch ist, dem es wesentlich an Selbstvertrauen und Einsicht mangelt und
der der Meinung ist, daß andere Menschen an seinem zerstörten Familienhaus und an seinen
persönlichen Problemen Schuld sind. Seinen Äußerungen und seinem Handeln mangelt es
ebenfalls an jeglichem intellektuellem oder ideologischem Hintergrund und so reichen sie
für eine Zuordnung in ein politisches Lager nicht aus. Ausländerfeindlich, brutal und
gewalttätig ist er jedoch allemal, was ihm oft einen Streit mit den anderen Bandmitgliedern
einbringt, die der Meinung sind, daß das Skinheadsein sich nicht auf Gewalt und Härte
beschränken sollte. Seine Zerstörungswut drückt sich zunächst in seinen Schlägereien und
seinen Tattoos aus, die er sich selber sticht und später auch in seinem Alkohol- und
Drogenkonsum der bald in Autoagression und Sucht umschlägt.
Kevin im Fernsehen
Ende 1983 zeichnet das ZDF eine Folge der Serie "Kinder Kinder"auf. Der Beitrag mit dem
Titel "Von allen guten Vorbildern verlassen" schildert die täglichen Probleme einer
alleinerziehenden Mutter von drei Söhnen in Frankfurt. Zwei ihrer Söhne, Ben (16) und
Jockel (13) sind Skinheads. Gezeigt wird eine Skinheadparty in Bens Keller zu deren Gästen
auch Kevin Russell gehört.
Am 26.01.1984 strahlt das ZDF den Beitrag aus der Reihe "Kinder Kinder" aus. Dieses
Filmdokument mit einem Statement von Kevin ist das älteste, noch erhaltene Filmmaterial,
auf das wir hier im Onkelz Archiv zurückgreifen können.
Nach oben!
1984
Rock O Rama und der nette Mann
Im Frühjahr 1984 wird Herbert Egoldt, Inhaber des Rock O Rama Labels und des
gleichnamigen Mailorder Vertriebs aus Brühl auf die Onkelz aufmerksam. Herbert Egoldt hatte
es in den vorangegangenen Jahren verstanden, den Import mit Independent Musik zu einem
florierenden Geschäftszweig auszubauen. Sein Label galt während der letzten Jahre als
kompetenteste Institution in Sachen Punk- und New Wave Import. 1984 jedoch beginnt er
seinen Repertoirebereich auf die wachsende rechte Musikszene in England und Deutschland
auszuweiten. Er bietet den Onkelz einen einseitigen Vertrag über drei Alben an, verspricht
der Band eine Zahlung von 1,-- DM pro verkaufter Platte und sichert sich die Rechte an den
Songs auf Lebzeiten. Die Böhsen Onkelz sind noch unerfahren im Musikgeschäft und gehen
begeistert auf den Deal ein. 1984 ist für die Böhsen Onkelz das Schlüsseljahr, in dem sie
ihre erste LP "Der nette Mann" in den Frankfurter MTV Studios mit Lazlo Viragh aufnehmen
und sich den Titel "Kultband der Skinheadszene" sichern. "Der nette Mann" ist das erste
Album einer deutschen Band, deren Mitglieder zu 100% Skinheads sind und sich auch dieser
Szene verbunden fühlen. Musikalisch läßt es bereits die spätere Professionalität und Härte
erkennen und gerade Gonzo hebt sich mit seinem inzwischen weit fortgeschrittenen Können von
der Masse deutscher Bands ab. Die Texte drehen sich fast ausschließlich um Gewalt, Alkohol
und Sex. Gerade das Titelstück in seiner ganzen Scheußlichkeit, findet bei den Skinheads in
Deutschland großen Anklang. Das Stück "Der nette Mann" handelt von einem Kindermörder, der
getarnt als netter Nachbar praktisch nicht auffindbar ist, da er sich hinter der Maske des
"netten Mannes" versteckt. Der Song, der in der ersten Person Singular gesungen und mit
Kevins rauhem Organ vorgetragen wird, gilt in Deutschland als massiver Tabubruch. Zum
ersten Mal setzt sich eine Band auf ihre eigene Art und Weise mit dem Thema Kindesmißbrauch
auseinander. Der Täter wird hier als "perverses Schwein" dargestellt und die "Ich-Form", in
der das Lied vorgetragen wird, sorgt für große Empörung bei den Jugendschutzvereinen,
Kommunen und Gemeinden. Man unterstellt der Band, sie selbst würden zum Kindermord
aufrufen. Ebenso skandalös empfindet man das Lied "Mädchen" in dem es um nichts anderes als
"ficken", "ficken" und nochmals "ficken" und um "blasen", "blasen" und nochmals "blasen"
geht. Der Song "Frankreich 84", der die anstehende Fußball Europameisterschaft in
Frankreich thematisiert und in dem das Wort "Frankreichüberfall" fällt, wird später als
Hauptgrund für die angeblich faschistoide Gesinnung der Musiker herhalten müssen.
Desweiteren befindet sich auf dem Debütalbum "Der nette Mann" das Lied "Deutschland", ein
Song, in dem zum ersten Mal nach dem zweiten Weltkrieg eine deutsche Band die Textzeile
"wir sind stolz darauf, Deutsche zu sein" verwendet. Merkwürdigerweise wird dieser Song, in
den man unverblümt einen übertriebenen und gefährlichen Patriotismus, hineininterpretieren
könnte, bei der späteren Beanstandung des Albums durch die Bundesprüfstelle, nicht nur
nicht besprochen, sondern, er wird nicht einmal erwähnt.
"Der nette Mann" wird Kult
Das Debüt Album "Der nette Mann" schlägt in der kleinen Skinheadszene, die in den
Verfassungsschutzberichten des Jahres 84 mit ca. 2000 Personen beziffert wird, ein, wie
eine Bombe. Die Böhsen Onkelz sind seit ihrem "Demo" von 83, seit ihrem Gig im Bunker 83
und seit ihrem ersten Album "Der nette Mann" die Band der Stunde. Die Gerüchte über die
Frankfurter Band innerhalb der Skinheadszene nehmen groteske Formen an und so schnell, wie
die Onkelz sich in der Szene etabliert haben, so schnell wird es ihnen auch schon wieder zu
eng.
Zagabarta
Im Sommer 1984 werden die Böhsen Onkelz von der Berliner Regisseurin Tabea Blumenschein
zu einem Filmdreh eingeladen. Zusammen mit der Berliner Punkband "Tödliche Doris" liefern
sie den Soundtrack. Der Film "Zagarbarta", der 1985 vom ZDF in der Reihe "Das kleine
Fernsehspiel" ausgestrahlt wird, und der die Böhsen Onkelz in seiner Anfangssequenz für 4
Minuten während eines gestellten Gigs im Berliner "Loft" zeigt, gilt mit Recht als der
schlechteste Film, der jemals über Punks und Skinheads gedreht wurde. Später wird der Film
oft von den Medien im Fernsehen fälschlicherweise als "Böhse Onkelz Film" zitiert und muß
oft herhalten als einziges Archivmaterial, das die Böhsen Onkelz als Skinheadband auf einer
Bühne zeigt.
Skinheadszene auch zu eng?
Während Kevin sich in der Skinheadszene aufgehoben und geborgen fühlt und der Meinung
ist, daß er es mit einer wirklichen großen Familie zu tun hat, erkennen die drei anderen
Musiker, Stephan allen voran, daß auch diese Szene ihre eigenen Schubladen hat und im
krassen Gegensatz zu seinem Freiheitsgefühl steht. Die Vorschriften und Dresscodes, die
Breite der Hosenträger, das Markenbewußtsein der "Glatzen", vom Fred Perry Hemd zu den Doc
Martens Schuhen, von der Sta Prest Jeans zu den Bomber Jacken, das alles fängt sehr schnell
an zu nerven. Zum Jahreswechsel 84/85 legen Pe, Gonzo und Stephan die Hosenträger wieder ab
und lassen die Haare wachsen.
1985
Das zweite Album
Bereits im Ferbruar 1985 nehmen die Onkelz ihre zweite Langspielplatte "Böse Menschen -
böse Lieder" auf. Herbert Egoldt hat zu diesem Zeitpunkt noch keinen Pfennig für die
Verkäufe der ersten LP gezahlt, ist aber der Meinung, daß dringend ein zweites Album
aufgenommen werden muß. Von diesen Aufnahmen existiert Filmmaterial auf Video. Zusätzlich
werden die Stücke der zweiten LP in Halbplayback und in Farbe für ein frühes Fanvideo in
geringer Stückzahl aufgenommen. Auch dieses Material liegt uns vor. Während das Cover zum
"netten Mann" noch auf dem Coverfoto (zerstörte, blutüberströmte Kinderpuppe in der Gosse,
daneben ein paar Springerstiefel) einen klaren Bezug zur Skinheadszene aufweist, ist der
Cover des neuen Albums mit einer Zeichnung aus einem Comic wesentlich neutraler und während
sich die Songtexte des ersten Albums noch mit dem Thema "Deutschland" auseinandersetzen,
sucht man auf der zweiten Scheibe solche Titel vergebens. Die Inhalte handeln fast
ausschließlich von Alkohol und Straßenkampf, davon, daß die Gewalt nicht mehr als etwas
Gutes und Wichtiges, sondern nun als etwas Erzwungenes, etwas zum Überleben auf der Straße
Notwendiges angesehen wird. An dieser Stelle muß darauf hingewiesen werden, daß 1985 auch
die rechten Parteien die Onkelz für sich entdecken und sie immer wieder für "ihre Sache" zu
gewinnen versuchen. Es gibt während dieser Zeit zahlreiche Angebote von rechten Parteien
und Vereinigungen an die Böhsen Onkelz, auf einer ihrer Kundgebungen oder Grillfeste zu
spielen. Alle Angebote werden abgelehnt und die Böhsen Onkelz haben bis heute keine Note
für eine politische Partei angeschlagen. In diesem Zusammenhang sind auch die Texte der
beiden Songs "Signum des Verrats" (ein Song für Mitläufer und Skinheads, die ihre Ideale an
die Politik verkauft haben) und "Hässlich, brutal und gewalttätig" (ein Song über die
plakative Darstellung der Skinheads in den Medien) zu verstehen.
Der größte dokumentierte Glatzengig
Den vierten und größten Gig vor einer Skinheadgemeinde spielen die Onkelz zusammen mit
der englischen Band "Indecent Exposure" und den deutschen "Die Hards" im August 85 in der
Nähe von Lübeck. Vor rund 700 Glatzen und Glatzenähnlichen, von denen man einige ganz klar
dem rechten Lager zuordnen muß, läßt sich Kevin zu einer weiteren Dummheit hinreißen.
Obwohl die Band den Aufforderungen "Türken raus" oder "Deutschland den Deutschen" vom
Demotape zu spielen, nicht nachkommt, tragen sie dennoch den Song "Deutschland" vom ersten
Album vor. Die originale Textzeile "deutsche Frauen, deutsches Bier - schwarz rot gold wir
stehn zu Dir" wird während des Gigs von Kevin auf eigene Faust umgestaltet und er singt nun
"deutsche Frauen, deutsches Bier - schwarz weiß rot wir stehn zu Dir" Die Band ist außer
sich vor Wut über diesen Alleingang und es kommt zu Spannungen innerhalb der Band.
Skandalsendung "Live aus dem Alabama"
Noch immer in der Skinheadszene verhaftet, stellen sich die Böhsen Onkelz im September
einer Fernsehdiskussion zum Thema Ausländerfeindlichkeit im Rahmen der "Live aus dem
Alabama"-Serie des Bayerischen Rundfunks. Nach dem Live Vortrag des Songs "Stolz" in einer
schnelleren Version, währendessen man Gonzo schon in Jeansweste, Motörhead T-Shirt und
Cowboystiefeln (!) auf der Bühne sieht, nehmen Stephan und Kevin an der Diskussion teil.
Ebenfalls eingeladen sind ein türkischer Graphik-Designer und eine griechische
Abiturientin. Fast unnötig zu erwähnen, daß diese Diskussion nicht viel bringt. Kevin, noch
als traditioneller Skinhead gekleidet, redet sich um Kopf und Kragen, in dem er tatsächlich
die Ausländer für seine persönlichen Fehler und Versäumnisse verantwortlich zu machen
versucht. Stephan ist bemüht die Diskussion seriös zu gestalten, muß aber einsehen, daß es
nichts bringt, als der Moderator zwei jugendliche Neonazis der Wiking Jugend zu Wort kommen
läßt, denen man scheinbar vor der Sendung noch bügelfrische Onkelz T-shirts übergezogen
hat. Diese beiden Jugendlichen, die keine unpolitischen Skinheads, sondern rechte
Scheitelträger sind, dürfen ihre Hetzparolen vortragen und sorgen somit dafür, daß auch die
Onkelz in dieser Diskussion als rechte Band dargestellt werden. Die Kernchance, die wohl
darin liegen sollte, eine fruchtbare Diskussion zu führen, wird kläglich vertan.
"Mexico" - die letzte Rock o Rama Veröffentlichung
Im Herbst 1985 entscheiden sich die Böhsen Onkelz dazu, ihren Vertrag bei Herbert
Egoldt und Rock ORama zu erfüllen, in dem sie noch ein letztes Album mit ihm aufnehmen.
Egoldt hat bis jetzt keinen Pfennig gezahlt und ein persönlicher Besuch bei ihm bringt
einen Scheck über 4000,-- DM. Dies bleibt die erste und letzte Zahlung, die Herbert Egoldt
den Böhsen Onkelz bis heute ausgezahlt hat. Dazu hat Egoldt nun ein großes Sortiment an
Faschobands aus England auf seinem Label versammelt und die Böhsen Onkelz fühlen sich
zunehmend verarscht und unwohl. Um den Vertrag zu erfüllen und Egoldt dabei so wenig
Songmaterial wie möglich zu liefern, veröffentlichen die Onkelz lediglich 6 Songs auf der
"Mexico" EP. Das dritte Studioalbum "Mexico" mit dem gleichnamigen Stadionknaller zur
Fußballweltmeisterschaft 86 stößt in der Skinheadszene erneut auf große Zustimmung und gilt
bis heute als das dritte und letzte Skinheadalbum der Böhsen Onkelz.
Der letzte Glatzengig
Zum ersten größeren Ausstiegsimpuls aus der Skinheadszene, der sich über das nächste
Jahr hinziehen sollte, führt ein erneuter Böhse Onkelz Gig im Berliner Bunker der
Faschoband "Kraft durch Froide" am 9.11.85. Die Böhsen Onkelz sind wegen ihrer länger
werdenden Haare und ihrem veränderten Aussehen bereits seit "Lübeck" im Sommer und seit der
"Alabama Diskussion" im September in der Skinheadszene verpönt. Die erste Kritik innerhalb
der Szene macht sich bemerkbar und zunächst ist die Band für den Gig im November in Berlin
gar nicht eingeplant. Erst als eine andere Band absagt, kommt man auf die Frankfurter
Onkelz zurück. In dem Bunker in Berlin Wedding finden sich gut 200 Glatzen zusammen, die
von vorneherein klarstellen, auf welcher Seite sie politisch stehen. Schon vor dem Auftritt
der Böhsen Onkelz, skandieren die anwesenden Skinheads einstimmig mit zum Hitlergruß
erhobenen rechten Armen "Deutschland den Deutschen", "Ausländer raus", und "Sieg Heil". Man
muß den Onkelz den Vorwurf machen, daß sie diesen Gig nicht sofort abgebrochen haben. Auch
wenn die Band am Aufbau dieser Szene mit beteiligt war und sich anfangs noch nicht im
Klaren darüber war, in welche Richtung ihre Szene marschiert, so muß sie es sich gefallen
lassen, in dieser Phase als ausländerfeindliche rechte Band bezeichnet zu werden. Selbst
wenn die politische Ausrichtung der Band nicht als rechtsradikal bezeichnet werden kann,
und sie sich selbst auch zu dieser Phase nicht als rechtsradikal empfindet, spricht ihr
Publikum doch eine deutliche Sprache.
Das allerdings fällt nach dem Gig in Berlin auch den Böhsen Onkelz auf und wo Kevin
sich noch heimisch in der Szene fühlt, wird es den anderen Musikern zu eng. Nach diesem
Konzert ist man sich einig. Die Böhsen Onkelz wollen keine Kultband der Skinheads mehr sein
und ihren Sänger Kevin werden sie schnell überzeugen können.
1986
Kevin und die Tattoos
1986 ist das Jahr, in dem Kevin seine Laufbahn als Tättowierer beginnt. Er hat schon
seit geraumer Zeit am eigenen Körper experimentiert, hat hunderte von Zeichnungen entworfen
und findet nach seiner Lehre als Matrose, die mit einem Rauswurf endet, nun einen Job im
Studio des Frankfurter Tattoo-Künstlers Alf Diamond. Auf privater Ebene ist er mit Stephans
jüngster Schwester Moni zusammen und treibt den Alkoholkonsum und die Gewalt auf die
Spitze.
Indizierung "Der nette Mann"
Die Bundesprüfstelle indiziert im September 86 das Debüt Album "Der nette Mann" mit der
Begründung der Titelsong würde zum Mord an kleinen Kindern aufrufen, der Song "Frankreich
84" beinhalte rassistische Tendenzen, der Song "Mädchen" sei pornographisch, der Song "Dr.
Martens Beat" sei gewaltverherrlichend und der Song "Böhse Onkelz" würde unreflektiert den
Nationalsozialismus verherrlichen. Die Songs in ihrer Abschrift, weisen viele Fehler und
Entstellungen auf - manche Passagen sind von der Bundesprüfstelle frei erfunden worden -
und das Verbot des Albums sorgt dafür, daß es bundesweit "Kultstatus" erlangt. Die spätere
Behauptung, die Böhsen Onkelz hätten diese Indizierung beabsichtigt, sie sei Teil einer
gewaltig angelegten Marketingkampagne gewesen, ist unhaltbar und unzutreffend. Das Verbot
der Platte kommt zwar überraschend, wird aber von der Band schulterzuckend hingenommen.
Verdient haben sie an den ersten drei Alben sowieso nichts.
Nochmal Rock o Rama?
Die in den letzten Jahren angestrengten Prozesse gegen das Label RockORama, verfolgen
nur einen Zweck, nämlich die Auswertung der Alben "Der nette Mann", "Böse Menschen, böse
Lieder" und "Mexico" zu stoppen und die Produktion einzustellen. Die Böhsen Onkelz
versuchen diese drei Alben seit Mitte der neunziger Jahre vom Markt zu nehmen. Herbert
Egoldt jedoch vertreibt diese Alben bis heute mit großem Erfolg. Die Diskussion um die
Böhsen Onkelz hat erst dafür gesorgt, daß diese drei, angeblich "schwer zu bekommenden"
Veröffentlichungen Kultstatus erlangt haben. Der Kontakt zu Egoldt ist seit 1985
abgebrochen und findet nur noch über Anwaltstermine statt.
Der Ausstieg und die Presse
1986 sind die Onkelz für eine kurze Zeit ohne Vertrag und ohne neue Songs. Ein
Playback-Benefiz-Gig für das S.O.S.-Kinderdorf unter der Leitung von Manfred Sexauer
verläuft mehr als chaotisch, als der betrunkene Kevin Russell in das Schlagzeug fällt und
nicht mehr alleine hochkommt. Danach gibt es bis 1989 keine Konzerte mehr und die Presse
hat von der Band, ihrer bisherigen Geschichte und ihrem Ausstieg aus der Skinheadszene
keine Kenntnis und zeigt auch kein Interesse. Innerhalb der Szene jedoch gibt es die
wildesten Auflösungsgerüchte und Erwähnung finden die Onkelz allerhöchstens in
einschlägigen Skinheadfanzines. Hier zwei Zitate:
Stephan: "Ein für allemal: Die Böhsen Onkelz haben sich nicht aufgelöst. Ich weiß
nicht, welcher Verrückte auf die Idee gekommen ist, dieses Gerücht in die Welt zu setzen.
Es stimmt jedenfalls nicht. Wir hatten keine Lust mehr, uns in eine Ecke drängen zu lassen,
aus der wir nicht mehr herauskommen. Wir wollten unseren Spaß haben und das war zum Schluß
nicht mehr möglich. Für die Zukunft der Skinbewegung sehe ich einigermaßen schwarz. Zu
viele Leute, die früher die Bewegung geprägt haben sind verschwunden, zu viele Leute, die
diesen Ruf nicht halten können, sind dazu gekommen. Wir brauchen uns von diesen Leuten
nichts vorwerfen und schon garnichts sagen zu lassen. Wir kennen die Sache. Die Skins, die
von sich behaupten können, 4-6 Jahre dazu gehört zu haben, kann man an einer Hand
abzählen."
aus: "Singen und Tanzen", Skinheadfanzine Duisburg, Frühjahr 1986.
Frage: "Ihr seid im letzten Jahr in der Alabamahalle aufgetreten, um in einer
Diskussion mit dem Thema "Skinheads" Rede und Antwort zu stehen. Würdet ihr das heute
nochmal machen?"
Stephan: "Das mit der Alabamahalle würden wir mit Sicherheit nicht nochmal tun. Wir
haben da mitgemacht, weil wir endlich mal Gelegenheit hatten, den Ruf der Skins ein wenig
in ein anderes Licht zu rücken, weg von diesem Neo-Nazi-Klischee."
aus: "oi - the bulldog", Skinheadfanzine Augsburg, Frühjahr 1986.
1987
Nach dem Ausstieg
Das Jahr 1987 markiert das zweite Jahr nach dem Ausstieg der Böhsen Onkelz aus der
Skinheadszene und ihr erstes Metal Album, das im Sommer des Jahres bei Metal Enterprises
erscheint. "Onkelz wie wir" erspielt sich schnell den Ruf einer reinen Rockscheibe
innerhalb der wachsenden Fangemeinde. Die Presse ist immer noch weitgehend uninteressiert.
Nur einige Musikmagazine haben von dem Ausstieg der Onkelz aus der Glatzenbewegung etwas
mit bekommen, wollen die Wandlung aber nicht anerkennen. Das einzige Dokument aus dieser
Zeit, ist ein längeres Interview, daß der Soziologe Markus Eberwein mit den Böhsen Onkelz
im Rahmen des Buchprojekts "Skinheads in Deutschland" durchführt. Hier einige Auszüge:
Stephan: "Und wenn man dann hier so was liest: "Früher eine aufmüpfige Punkband, ist
die Kapelle unter ihrem Lead-Sänger Ian Stuart inzwischen voll auf der Linie der
faschistischen "National Front". "Skrewdriver" hat überall in Europa Nachahmer gefunden.
Die Gruppen nennen sich "Blut und Ehre", so in der Schweiz, in Frankfurt "BÖHSE ONKELZ"
oder in Westberlin "Kraft durch Froide".
Pe: "Es gibt sicherlich Gruppen, die faschistisches im Sinn haben!"
Gonzo: "Aber mit so was haben wir nie was am Hut gehabt!"
Pe: "Dazu gehören wir aber wirklich nicht!"
Gonzo: "Von wegen parteipolitisch: Ist nie was gelaufen bei uns!"
Kevin: "Politik ist ja total uninteressant. Das ist überhaupt kein Thema, weil Politik
ist in diesem Land undurchführbar. Deswegen interessiert mich Politik einen Scheißdreck,
ja? Ich will nur leben, wie ich will, das ist alles. Politik und sich politisch überhaupt
zu organisieren ist das Letzte! Das ist so eine Zeitverschwendung. Also in der Zeit kann
ich etwas Besseres machen."
(...)
Stephan: "Man muß sich mal eins überlegen. Wir waren damals, wo es angefangen hat,
dabei und haben die ganze Bewegung mit aufgebaut. Und dann siehst du, wie ein paar Idioten
die ganze Sache kaputt machen."
(...)
Stephan: "Und bei uns hat es aufgehört, wo der Punk ins Linke reingezogen worden ist.
Punk bedeutete am Anfang für uns nur, Außenseiter zu sein und Spaß zu haben."
Kevin: "Und so ist es jetzt auch bei den Skins, das wird nur ins Rechte gerückt. Und da
hört es für mich dann auch auf. Genauso war es damals als Punks."
Gonzo: "Die Linken haben sich die Punks unter den Nagel gerissen und die Rechten
versuchen sich die Skins unter den Nagel zu reißen."
Kevin: "Also ein richtiger Skinhead ist politisch total negativ eingestellt, politlos."
(...)
Gonzo: "Wir waren als Punks politisch uninteressiert gewesen. Dann haben wir gesehen:
jetzt kommt das Ganze in eine politische Sache rein, was machen wir jetzt? Das wollen wir
nicht, wir wollen mit den Leuten nichts zu tun haben! Naja, ich weiß auch nicht, wie es
kam: jedenfalls wurden die Haare kürzer, und dann sind wir Skinheads gewesen. Dann waren
wir zwar noch dieselben wie vor einem halben Jahr, aber wir sind nicht Skinheads geworden
aus dem Grund, weil: Sieg Heil! Und rechts!"
Kevin: "Auf keinen Fall!"
(...)
Kevin: "Man wollte halt alles ein bisschen mehr auf Härte machen, anstatt so auf: viel
trinken, und Koma, und: Eh, ihr Blöden! Und nichts mit Politik, von wegen: `Heil Hitler!`
Das überhaupt nicht, was soll denn das? So?n Quatsch! Ich meine, wenn man damals leben
würde. Ist doch Scheiße! Ich meine, in der Hitlerjugend hier, ich würde mir doch die Kugel
geben! Was soll das denn?"
Gonzo: "Stell dir mal vor, da wärst du ein größeres Arschloch als die Bullen!"
Kevin: "Da hast du zehn Arschlöcher am Tag, die dir sagen, du sollst das und das
machen. Das ist einfach logisches Denken, dass so eine Politik Scheiße ist!"
(..)
Kevin: "Ich lasse mir doch von keinem Arsch sagen: Weil ich Skinhead bin, muss ich
jetzt singen: `Sieg Heil!` und `Gewalt!"
aus: "Skinheads in Deutschland" von Markus Eberwein und Josef Drexler, Selbstverlag,
Hannover/München 1987)
So, wie der Song "Stolz" wohl für viele Jugendliche der Einstieg in die Sezene gewesen
sein mag und so, wie, der Song "Deutschland" den nicht ganz ungefährlichen Patriotismus
thematisierte, genauso gilt der Song "Erinnerungen" auf dem Album "Onkelz wie wir" als der
klassische Ausstiegssong und wird von den Fans, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben,
begeistert aufgenommen.
Für die Böhsen Onkelz war damit ihre Zugehörigkeit zur Skinheadszene abgeschlossen, der
Ausstieg vollzogen und dokumentiert. Man muß jedoch davon ausgehen, daß die Medien von
dieser Entwicklung nichts mitbekommen haben und daß die Bewußtwerdung der Böhsen Onkelz zu
diesem Zeitpunkt kein Thema darstellte. Anders sind die späteren Recherchefehler und
Behauptungen insbesondere der Tagespresse nicht zu erklären.
1988
Onkelz? Nie gehört!
Im Jahr 1988 gibt es, wie auch schon im vorangegangenen Jahr keine Konzerte. Die
Massenmedien interessieren sich noch immer nicht für die Geschichte der Böhsen Onkelz.
Weder ihre Musik, noch ihr Ausstieg aus der Skinheadszene wird in der Tages- oder
Stadtpresse erwähnt. Der Metal Hammer macht den ersten Schritt im Februar ?88. Nachdem er
bereits im Vorjahr die "Onkelz wie wir" als "Nazi-Skin-Platte" verrissen hatte und nachdem
sich Stephan und Gonzo daraufhin bei der Redaktion beschwert hatten, lädt der damalige
Chefredakteur Edgar Klüsener die beiden Musiker zu einem Gespräch ein. Hier einige Auszüge:
Stephan: "Vor allem in den letzten Jahren ist ein Teil der Skins klar nach rechts
abgedriftet. Tatsache ist, daß auch politische Organisationen versuchen, direkten Einfluß
auf Skins zu gewinnen. Das geht soweit, daß sie zu unseren Konzerten kommen und Stände
aufbauen oder Flugblätter verteilen wollen. Das lassen wir jedoch unter keinen Umständen
zu. Die fliegen ganz einfach raus!"
(...)
Stephan: "Einer von uns zum Beispiel hat den Wehrdienst verweigert und leistet zur Zeit
seinen Zivildienst ab - aus welchen Gründen auch immer. Und da sagt man uns noch ernsthaft
nach, wir würden Neo-Faschisten unterstützen oder seien gar selbst welche. Wir sind zwar
Musiker, aber keine Idioten!"
(...)
Stephan: "Was heute noch als Skinhead auftritt, hat meistens nichts mehr mit dem zu
tun, was ursprünglich mal das Skin-Movement war. Übriggeblieben sind oft nur noch die, die
tatsächlich rechstradikal eingestellt sind. Die anderen, die von Anfang an dabei waren und
die Bewegung mit aufgebaut haben, die haben sich inzwischen weitgehend abgesetzt und
distanziert."
(...)
Stephan: "Es war eine Bewegung der Kids von der Straße und eine Bewegung, die aus der
Arbeiterklasse entstanden ist, aus der Klasse also, aus der auch wir stammen und in der wir
verwurzelt sind. Eine andere Sache allerdings ist, daß für uns die Politik, so wie sie uns
von den herrschenden gesellschaftlichen Gruppen und Parteien jeden Tag vorgespielt wird,
absolut unglaubwürdig geworden ist. Politik ist ein pures Gerangel um Macht und Geld. Der
Mensch und seine Bedürfnisse gelten nichts. Die einzige Partei, die zur Zeit noch einen
Hauch von Glaubwürdigkeit besitzt, sind die Grünen. Sie könnten eine echte Alternative
bieten, wenn sie zur Geschlossenheit zurückfinden würden."
(...)
Stephan: "Als wir erstmals mitbekamen, wohin der Zug plötzlich fuhr, auf dem wir als
Kultband der Skins irgenwo mit draufsaßen, haben wir damit begonnen, gegen unsere eigenen
Leute zu schreiben, um irgendwie zu bremsen."
(...)
Stephan: "Seitdem sind wir alle noch um einiges bewußter geworden. Wir glauben, daß
unser einzige Chance sowohl musikalisch, wie auch menschlich-politisch im Crossover liegt.
Es hat keinen Sinn, wenn Glatzen auf Punks, Metaller auf Hippies und jeder gegen jeden
losgeht. Statt uns zu bekämpfen, sollten wir viel mehr zusammenhalten gegen die, die uns
alle zusammen be- und unterdrücken, gegen korrupte Politiker, Umweltzerstörer,
Kriegstreiber und gegen ein politisches System, für das der Einzelne Dreck ist."
aus "Metal Hammer" Hard Rock Zeitschrift "Böse ja, rechtsradikal nein" von Edgar
Klüsener, München Februar 1988.
Kurz daruf druckt das semi-professionelle Heavy Metal Magazin "Mega Mosch" im Sommer
1988 ein weiteres Interview mit Stephan Weidner ab. Es folgen Auszüge.
Stephan: "Es gab dann halt regelmäßig Ausschreitungen und uns wurde ein faschistisches
Image angelastet, worauf die Veranstalter halt auch keinen Bock hatten, was ein
Auftrittsverbot für uns in Frankfurt und Umgebung zur Folge hatte. So hat sich das dann
halt entwickelt und immer mehr verschlimmert, durch Mund-zu-Mund-Propaganda."
(...)
Stephan: "Ja, das ist richtig. Zu dieser Zeit (84) waren wir halt auch Skins gewesen
und haben voll hinter der Bewegung gestanden. Wir wollten deshalb auch eine Platte für
diese Bewegung machen. Inzwischen haben wir mit dieser Szene eigentlich nichts mehr am
Hut."
(...)
Stephan: "Rock-O-Rama haben uns finanziell ziemlich beschissen und nahmen außerdem
immer mehr rechte Gruppen in ihr Repertoire auf, was uns auch nicht so gelegen hat."
aus "Mega Mosch" Heavy Metal Zeitschrift, Sommer 1988.
Die legendäre "28"
Inzwischen hat auch Kevin der Skinheadszene abgeschworen. Er legt die Hosenträger und
die Stiefel ab und läßt die Haare wachsen. Gleichzeitig steigt aber auch sein Drogenkonsum.
Hat er früher noch gekifft, gesoffen und Leim geschnüffelt, wechselt er jetzt zu Kokain,
LSD, Speed und Ecstasy. Seine Wohnung in der Weberstraße 28, kurz "die 28" genannt
entwickelt sich immer mehr zur Drogenhöhle und am Anfang hängt auch der Rest der Band mit
drin. Vor diesem Hintergrund bringt die Band bringt im Herbst 88 ihr fünftes Studioalbum
"Kneipenterroristen" und damit ihr zweites Album bei Metal Enterprises heraus. Die Platte
wird von der nun wachsenden Metal-Fan-Gemeinde begeistert gekauft. Es werden bis zum
Oktober 15.000 Einheiten abgesetzt, was darauf schließen läßt, daß die Fangemeinde nicht
mehr nur aus Glatzen besteht, denn deren Anzahl beläuft sich zu dieser Zeit laut
Verfassungsschutzbericht auf rund 2500 Personen. Die Skinheadsezene hat mit den Onkelz ihre
professionellste Band verloren und das Vakuum ist nicht zu füllen. Weit und breit ist keine
Band in Sicht, die auch nur annähernd an den Kultstatus der Onkelz heran kommt. Wütend
macht sich die Szene in den Artikeln ihrer Fanzines Luft und beginnt massiv damit, die
Onkelz als "langhaarige Hippies", "Motherfucker" und "linke Zecken" zu beschimpfen.
1989
Immer noch im Untergrund
Im Jahre 1989 finden die Böhsen Onkelz in den Medien noch immer nicht statt. Weder
Tageszeitungen noch Musikmagazine interessieren sich für die Band. Die Kneipenterroristen
LP vom Vorjahr wird kaum erwähnt und ebenso wenig ihr Ausstieg aus der Glatzenszene oder
die wachsende Fangemeinde, die sich nun aus vereinzelten Alt-Skins, Punks und Rockern
zusammen setzt. Wohl aber finden wieder erste Konzerte statt. 5 Shows spielen die Onkelz im
Raum Wiesbaden und Frankfurt vor einer Crowd von 800 bis 1200 Leuten. In Offenbach tauchen
ca. 30 Skinheads mit Deutschland Fahnen auf und pöbeln im Publikum. Stephan macht eine
seiner ersten öffentlichen anti-rechts Ansagen von der Bühne herunter. Leider gibt es
hiervon kein Video- oder Tonmaterial.
Ein weiteres erwähnensw |
Alle Anregungen zu diesem Beitrag bitte an den verfassenden User Checkidie schicken. Der Beitrag wurde am 11.02.2005 geschrieben und bisher 19703x gelesen.
Dieser Beitrag wurde von Marco und Alex freigeschaltet.
| Kommentar von shaluke zu diesem Userartikel am 14.05.2008 18:07 | | Das ist live in Lübeck: http://de.youtube.com/watch?v=IR3F5CMSk3M
dort singt kevin beide male schwarz-weiß-rot, der Link ist genauso wie bei der onkelz seite, außer das er länger geht UND das russel nach deutschland, ein mensch wie du und ich ansagt, ich verstehe das nur nicht, weil nach bandbio ein mensch wie du und ich, nicht bei lübeck gespielt wurde, aber er sagt es dennoch dort an, kann das wirklich lübeck sein?
Das ist live in Rüsselheim: http://de.youtube.com/watch?v=22yFKLsRktI
dort singt Kevin einmal schwarz weiß rot, das ist im nachhinein von lübeck, also hat er ein zweites mal dies getan, nur ich wundere mich, warum in der bandbiographie davon nicht die rede ist, es wundert mich das wirklich kevin alleine dafür verantwortlich sein soll, glaube ich irgendwie gar nicht, 2 mal die gleiche scheiße, und hat er wirklich aus freien stücken seine sogenannte skinhead identität abgelegt? war er überhaupt skinhead? skinhead hat mit nationalitöt etc nichts zu tun, die onkelz fanden diese politisierung in der szene scheiße, aber dennoch warn sie dicke mit KdF chillten da im Bunker, über ihnen die reichstagsflagge, soll bei den bunkervideos zu sehen sein und dann werfen sie der skinheadszene die eigentlich überwiegend eine neonaziszene war, irgendetwas vor, obwohl sie selber deren teil waren und einen scheißdreck gegen hitlergrüße gemacht haben, obwohl sie nach bandbiographie immer dagegen gewesen sein sollten...also das hat wirklich den anschein nach schizophrener heuchelei, diese zaghaften versuche wie hässlich brutal und gewalttätig kann man vergessen, waren nicht deutlich genung, wirklich zu "Sieg Heil" "Danke" zu sagen? sie haben sich zu skinheadzeiten wahrlich nie gegen rechts ausgesprochen, zwar nicht mit rechten verbänden gemeinsame sache gemacht, aber mit deren opfer... |
| Kommentar von Paranoid zu diesem Userartikel am 14.04.2008 15:18 | | vielleicht liest den KOmmenatr ja mal jemand der das berichtigen könnte
an einer stelle wird von der veröffentlichung "20 Jahre Live in Dortmund" gesprochen.
Dabei muss es sich um einen Fehler handeln ddenn es gab nur ein veröffentlichtes konzert aus der dortmunder westfalenhalle und dasw war 1996 das konzert welches hier gemeint ist heisst eigentlich "20 Jahre live in Frankfurt" es handelt sich um das jubiläumskonert zum 20 jährigen bestehen der onkelz ind frankfurt |
| Kommentar von terrormieze88 zu diesem Userartikel am 07.09.2007 14:50 | | Hat zwar lange gedauert, alles durch zu lesen, ist aber echt interessant geschrieben. Fettes Lob von mir. |
| Kommentar von OnkelzKopka zu diesem Userartikel am 19.02.2007 18:50 | | irgendwie fehlt da n bissl was am ende |
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